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Saisonfinale der 1.Frauenbundesliga im Schach in Gladenbach

100 3249Ein Außenstehender würde vielleicht denken: "Oh, Gladenbach hat eine Frauenmannschaft in der 1.Bundesliga!".

Aber das stimmt nicht. Hier im schönen Hessischen wurden die Runden 10 und 11 als zentrale Endrunde auf neutralem Boden ausgetragen. Eine bis dato nicht angewandte Variante, die von den Spielerinnen sehr begrüßt wurde. Somit gab es keine Fernduelle, sondern noch einmal spannende Wettkämpfe vor Ort um alle Plätze.

 

Am Samstag wartete der amtierende Deutsche Meister Baden-Baden auf uns. Immer wieder ein spannendes Duell. Obwohl die Badener an allen Brettern einen ELO-Vorsprung von 150 bis 200 Punkten hatten und somit klarer Favorit waren, hielten wir lange die Begegnung offen. An Brett fünf erspielte Constanze Jahn ein sicheres Remis und am Brett eins gewann Tatiana Kononeko gegen die Weltklassespielerin Viktorija Cmilyte aus Littauen souverän. Wenn jetzt unsere Hallenserin Andrea Glaser in ihrer Partie die Gewinnfortsetzung gesehen hätte, wäre die überraschung möglich gewesen. Schade, aber nicht schlimm. Andreas große Stunde sollte Sonntag folgen. Am Brett 4 schaffte Natalia Straub gegen die Nummer eins aus österreich ein solides Remis nach vielen Stunden Spielzeit. Tatjana Melamed konnte gegen die Amerikanerin Anna Zatonskih an Brett zwei das Turmendspiel nicht halten und Anna Sharevich, an Drei spielend, konnte einen Bauernsturm der deutschen Nationalspielerin Ketino Gersinska-Kachiani nicht standhalten. Wir verloren somit 4: 2 und Baden- Baden wurde erneut vorzeitig Deutscher Meister. Herzlichen Glückwunsch!

Am Sonntag mussten wir gegen die Spielerinnen aus Karlsruhe antreten. Ein richtiges Endspiel um Platz 5 und wer die Begegnung gewinnt, hat ihn dann auch erkämpft. Nach 2 Stunden Spielzeit konnte unsere Andrea mit den weißen Steinen spielend einen Bauern gewinnen. Deshalb schickte ich nacheinander Tatiana Kononenko, Constanze Jahn und Natalia Straub in den Remishafen. Natürlich nicht, ohne Andrea zu sagen: "Heute und jetzt setze ich voll auf dich!" . Eine Stunde später hatte sie gewonnen! Fantastisch! Nun musste nur noch Tatjana Melamed ihre gute Position verwerten und es wäre geschafft. Leider misslang dies. Aber wir hatten ja noch Anna! Wohl irgendwie die Situation ahnend, riskierte sie gegen die schweizer Nummer eins noch vor Ende der Begegnung von Tatjana alles und gewann dann auch nach 4,5 Stunden ihre Partie und bescherte uns Platz 5!Danke an alle Spielerinnen für ihren Kampfgeist. In Anbetracht der Setzlistenplatzierung vor der Saison ( Platz 6 ) ist diese Platzierung ein gutes Ergebnis!

Ich möchte mich im Namen der Mannschaft ganz herzlich bei unserem Sponsor, der Volksbank Halle, bedanken, ohne die wir nicht in der 1. Bundesliga starten könnten! Natürlich möchte ich mich auch bei unserer Vereinsführung vom USV Halle bedanken und bei den vielen fleißigen Helfern, die ich gar nicht alle aufzählen kann!


Bis zur nächsten Saison verabschiedet sich der Mannschaftsleiter der Frauenmannschaft des USV Volksbank Halle