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Dr. Hans Werchan ist Landesmeister!

Dr. Hans Werchan wird in diesem Jahr 80, doch von Altersschwäche keine Spur! Er spielte ein kämpferisch geprägtes Schach, besiegte in der letzten Runde den bis dahin führenden Wolfgang Meier und sicherte sich so seinen 4.Titel als Landesmeister der Senioren.

Von unserem Verein waren Heinz Liebert , Dr. Günter Reinemann und ich dabei. Für mich war Heinz der erste Anwärter auf den Turniersieg. Aber er konnte oft nicht verhindern, dass seine Stellungen schnell verflachten und so ein Gewinn nicht mehr möglich war. Als er durch ein grobes Versehen gegen Dyk gar verlor und tags darauf gegen Funke (DWZ 1767) nicht gewinnen konnte, war die Luft bei ihm raus. Am Schluss hatte er für ihn dürftige 4,5 Punkte auf dem Konto und belegte Platz 9.

Günter spielte wie immer: gut auf die Partie vorbereitet erreichte er zumeist leicht oder klar vorteilhafte Stellungen, die er aber – auch öfters in Zeitnot – nicht zum Gewinn führen konnte. Immerhin blieb er ungeschlagen, aber nur ein Sieg war zu wenig, um einen wirklich guten Platz zu belegen. Es war mehr als Platz 15 drin!

Ich war etwas vom Glück begünstigt. Als ich gegen Heinz antreten musste, war er sehr milde gestimmt und mit einem schnellen Remis zufrieden. Gegen Werchan spielte ich eine „Wahnsinnspartie" (so der Kommentar von Hans), die hart umkämpft remis endete, in der ich aber einmal auf Verlust stand. Insgesamt habe ich meine Stellungen oft zu optimistisch beurteilt, was auch zur Niederlage gegen Wawrinsky führte. Auch meine Siege gegen Lorenz und Wulf standen auf der Kippe, so dass ich mit meinen 4,5 Punkten und Platz 7 sehr zufrieden sein muss.

Die aufwändigen Turniervorbereitungen durch Günter sowie Michael Zeuner und Martin Michalik kamen allen 42 Turnierteilnehmern (Teilnehmerrekord!) aus 9 Bundesländern zugute. Die Spielbedingungen im Festsaal des Halberstädter Rathaus waren exzellent. Wie immer hat Günter Thormann als Schiedsrichter das Turnier problemlos über die Runden gebracht. Das Freizeitangebot, u.a. mit Besuch des Schachdorfes Ströbeck, wurde von den meisten Schachspielern gern angenommen. Es spricht vieles dafür, auch kommende Meisterschaften in landschaftlich und kulturell attraktiven Orten durchzuführen.

Dr. Joachim Kirmas