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Viel Schatten, wenig Licht beim u12 Debüt

Am Sonntag stieg das Debüt unserer beiden u12 Mannschaften im Kreuzvorwerk. Nachdem Mädels und Jungs sich im vereinsinternen Duell friedlich 2:2 trennten, waren heute der SV Zerbst und Aufbau Elbe Magdeburg zu Gast. Am Ende standen magere 3,5 Brettpunkte zu Buche, die jedoch nur unzureichend das schachliche Geschehen widerspiegelten. Doch der Reihe nach.

u12 MaedchenCarlotta, Yara und Lea aus dem u12 Maedchenteam.Die Jungsmannschaft musste zuerst gegen die favorisierten Magdeburger antreten. Martin an Brett 1 spielte eine gute P und war mit seinem Gegner jederzeit auf Augenhöhe. Leider verpasste er es mit Springer und gut postierter Dame die Initiative zu übernehmen. Silas spielte wieder einmal viel zu schnell, nach gefühlten drei Minuten war das Brett leergefegt und alles abgetauscht. Leider zu seinen Ungunsten, er hatte einen Turm weniger und nichts mehr war zu retten. Ivan an Brett 4 spielte eine ordentliche Partie konnte aber letzendlich dem Angriff seines GTegners nichts entgegensetzen. 0:3. Unser Juengster, Emil, kämpfte tapfer über zweieinhalb Stunden, hatte dann aber Bauernminorität am Damenflügel. Rumms 0:4! eine Klatsche, die aber mindestens einen Punkt zu hoch ausfiel.

Die Mädels spielten ihre Auftaktpartie gegen Zerbst. Und diese startete verheißungsvoll. Yara an Brett 2 machte durch geschicktes Schwerfigurenspiel mit ihrem Gegner kurzen Prozess. Der erste Punkt! Uta am vierten Brett spielte eine sehr aktive Partie, übersah dann aber eine Gabel und verlor die Dame. Es sah in der Folge so aus, als ob ihre beiden Türme die Partie retten würden, aber ihr Gegenüber war ein Tick schneller. Ausgleich. Lea fand gegen ihren Kontrahenten nicht die zwingendsten Züge und verlor folgerichtig. Nun musste es Carlotta richten. Und es wurde eine richtig interessante Partie. Ihre Gegnerin spielte sehr offensiv, aber Carlotta hielt allen Angriffen stand. Just als ihr Konter ansetzte übersah sie eine Mattdrohung mit Turm auf der h-Linie. Schade, aber ihr großer Auftritt sollte noch kommen. Damit 1:3 gegen die Mädels.

Was würde die zweite Runde bringen? Die Jungs jetzt gegen die Zerbster. Ivan dominierte seinen jüngeren Gegner von Anfang an und gewann verdient. Emil, noch platt von der ersten Partie sah gegen seine Kontrahentin kein Land und wurde mit Dame und Laeufer mattgesetzt. Ausgleich. Silas spielte wieder wie unter Strom. Nach kurzer Zeit war alles abgetauscht, diesmal standen zwei gegnerische Türme gegen Turm, Läufer und Springer. Ein Einsteller beendete alle Hoffnungen. 1:2. Jetzt musste es der Kapitän richten. Und etwas Seltsames passierte. Martin, mit bessserer Stellung und in dem Glauben, dass Emil seine Partie gewonnen hätte, bot seinem Gegner großzügig Remis an. Dieser nahm dankend an. Mehr als dumm gelaufen und damit die Niederlage. Das wird ihm so schnell nicht wieder passieren.

Was hatten die Mädels noch zur Ehrenrettung beizutragen? Einiges. Lea spielte eine starke Partie, hatte eine klare Gewinnstellung, rochierte dann zum unguenstigsten Zeitpunkt und ließ ihren Gegner wieder in die Partie, der die Einladung dankend annahm. Passiert. Yara kam gut aus der Eroeffnung, spielte druckvoll und als bei ihrem Gegner, den stärksten Magdeburger, schon der Angstschweiß zu sehen war, zog sie zweimal fehl. Das Endspiel mit zwei Leichten weniger war dann nicht zu halten. Uta spielte angriffslustig, schien aber an diesem Tage etwas Abstand zu ihrer Dame zu brauchen. 0:3. Aber wir hatten ja noch Brett 3. Carlotta spielte ruhig und souverän, ihr Gegner fand kein Mittel sie in Bedraengnis zu bringen und in Zeitnot verlor er Dame und Turm. Als sie dann noch zur Krönung einen Freibauern verwandeln konnte, war um halb drei! der Ehrenpunkt im Kasten.

Alles in allem natuerlich ein enttäuschender Spieltag aber die Saison ist noch lang und es gab einiges zu entdecken, was Anlaß zu Hoffnung gibt. Zudem sollte man nicht vergessen, dass es die erste Saison unserer Schützlinge in der Landesjugendliga ist!