USV I verliert gegen Aufsteiger Bannewitz

USV vs BannewitzBittere Pille. 3,5-4,5 gegen Bannewitz verloren. Unsererseits war es immerhin jene Mannschaft, welche damals die Leipziger mit 5,5 geschlagen hatte. Bannewitz wollte natürlich die Schlappe gegen Dessau vergessen machen und bot sogar ein nominell akzeptables 8. Brett auf. Wir haben uns heute selbst ein besseres Ergebnis verbaut.

An Brett 6 und 8 konnte man mit Weiß gegen nominell deutlich schlechtere Gegner rein garnichts raushholen. Karl - an Brett 4 aufgerückt - kam nicht bis zu der Stellung, wo man anfängt zu überlegen welchen guten Aufmarschplan man wählt. Der Gegner streute ein fragwürdiges Sb6 ein und kam mächtig ins Schleudern. Als er die Stellung jedoch halten konnte und vermutlich ausgeglichen hatte, fehlte Karl bei runter laufender Zeit der Biß, um einfach weiter zu spielen. 1,5-1,5. Meinen SOS-Königsinder konnte ich dann nicht mehr halten. Bin in diesem Fall von der alten Schule und möchte kein Buch aus dem Jahr 2010 wegwerfen. Mein Gegner verfügte offensichtlich über ein ausgeprägtes Positionsverständnis und zog mir das wie eine Maschine ab. In meinem Rücken hatte Pulsi gewonnen. Endlich mal wieder ein Holländisch-Sieg in unserer Mannschaft. 2,5-2,5. In der Zwischenzeit wurde Christoph an Brett 1 von Tom ziemlich ausgestopft. Trotz Minusbauern für uns, waren sich wohl beide Spieler einig, dass es sich um eine Gewinnstellung handelt. Dann ein Blackout. 2,5-3,5. Jens und Gedeon spielten noch. Bei Jens war nicht mehr als Remis drin. Das Turmendspiel wurde schulmäßig gehalten und bis zum letzten Holz abgewickelt. An Brett 7 mussten beide es überhaupt erstmal über den 40. Zug schaffen. Die Stellung war total geschlossen und der Weiße versuchte am Königsflügel aufzumarschieren. Gedeon gab am Damenflügel die Qualle, um auch etwas zu haben. Beim 3-4 kam irgendwann vom Gegner das Remisgebot. Gut, dass jetzt viel Zeit zum Überlegen war. Vermutlich lassen sich die aufziehenden Mattdrohungen schon nicht mehr vernünftig abwehren. 3,5-4,5. Die halbe Liga kann jetzt vergnügt in die letzte Doppelrunde gehen. Wobei Hoyerswerda mit dem Punkt gegen Plauen einen erwähnenswerten Eigenbeitrag geleistet hat. Wir wünschen uns natürlich, dass sie gegen Dessau ebenso bissig sind. Den Klassenerhalt haben wir realistisch gesehen nicht mehr selbst in der Hand. Knifflige Aufgaben stehen bevor. Einerseits können wir alle nach vorn laufen und versuchen 2-3 Punkte für das Fernduell mit König Nied aus Staffel B zu machen. Anderseits dürfen wir auch nicht zu viele Gegentreffer kassieren und den Aufsteigern noch Chancen eröffnen. Ich danke schon mal allen, die uns viel Glück wünschen. Schadenfreude wird es sicher auch geben. Unser Schicksal ist wieder eng verbunden mit den Schachfreunden Schöneck.

Nachtrag: Die Schachfreunde Neuberg sind in der 2. BL Ost Drittletzter und die Tabelle ist schon voll. Das bedeutet sicher nichts Gutes.