USV Halle

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USV II bekommt Monsterklatsche vom Staffelfavoriten

Dass Köthen ein richtig starkes Team hat, ist ja landläufig bekannt. Dennoch waren wir verhalten optimistisch. Schließlich stolperten sie bisher durch die Saison (bspw, Riesendusel gegen Aufsteiger Einheit Halle).

Unsere beiden "Neuzugänge" fehlten. Somit gab es gleich 5x die selbe Paarung wie im letzten Jahr. Zur Abwechslung aber immer mit vertauschten Farben. Um es vorweg zu nehmen, in diesen Partien kassierten wir gleich 4 Nullen! Zunächst begang eigentlich alles ganz harmlos. Oftmals ähnelten sich die Bilder. In 5 Partien folgte, nach 1. d4 bzw. c4, das weiße Läuferfianchetto auf g2. Wahlweise Übergang in den Holländer, ins Damenindisch oder es bleibt einfach im nahezu endlosen Variantendickicht des Damengambits, Rene David schien das alles zu langweilen. Promt wurde der Läufer auf f7 geopfert! Wer nach 9 Zügen noch im totalen Ausgleich spielte, konnte hier schon etwas neidisch auf den schwarzen Materialvorteil schauen. Maiks (3) Drachen gegen einen jungen Theoriehai zeugte von Selbstvertrauen. Stefan (7) hatte nach harmloser Eröffnung einen Bauern gegeben, was sicher nicht jedermann so spielen würde. Ansonsten keine nennenswerten Ereignisse. Nach 2 Stunden war also noch jeder Spielausgang vorstellbar.

 

An Brett 4 gab es zuerst etwas Zählbares. In unorthodoxer Eröffnung wurde der schwarze Springer nach g7 überführt. Nach Läufer h6 war die kurze Rochade perspektivisch verhindert. Als Pommi seinerseits am Damenflügel angegriffen werden sollte, reagierte er mit sofortigem Damentausch. Danach passierte über 20 Züge lang nicht mehr viel. Also Remis.

An Brett 1 hatte Pichl mittlerweile eine knappe Stunde Zeitrückstand. Unter diesen Umständen war die Stellung schwer zu halten. Rene David muss den Papst in der Tasche haben. Auch wenn dieser Sieg die Partie gegen Frank Schellmann nicht toppen kann. Wenig später endete die Partie Schneider-Glaser erwartungsgemäß mit Remis. Sie hatten es jedenfalls versucht. :-) 1-2. In der Zeitnotphase lässt sich oftmals noch etwas bewegen. Leider nicht heute. Bei Stefan war es eine technische Sache geworden. Und Technik ... das kann Bernd Renner. Michael (6) kam nach Doppelturmtausch schnell hoffnungslos ins Hintertreffen. Zwischenstand 1-4 machte die Runde. Unglaublich.

Peter (8) hatte lange komfortabel gestanden. Dann aber irgendwann den Faden verloren. Statt Bauerngewinn gab es letztlich ein Dauerschach. Die Nachricht von der (Mannschafts-)Niederlage haute mir (2) die Bremse rein. Kurz vor Anbruch meiner letzten Minute willigte ich frustriert ins Remis ein. Auch wenn die gegnerische Stellung alles andere als leicht zu spielen war. Leider hatte ich die einzig gangbare Verteidigungsmöglichkeit überhaupt gesehen. Nun bei Maik (3) ebenfalls Remis? Weit gefehlt, Doppelturm mit ungleichfarbigen Läufern wird weitergespielt. Eine gute halbe Stunde später liäuft Maik schließlich ins Matt. Irgendwie passte dies heute ins Bild. Gott sei Dank gibt es ein 2-6 in der Verbandsliga vielleicht aller 5 Jahre mal. Ich kann mich zumindest nicht an eine vergleichbare Niederlage erinnern.


Thomas