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Ende gut – alles gut?

Am vergangenen Wochenende wurde die zentrale Endrunde der Verbandsliga ausgetragen. Es gab Probleme bei der Mannschaftsaufstellung – es fehlten  B. (persönliche Gründe), Heinz (Teilnahme am Turnier in ) und Peter (Krankheit), und theoretisch waren wir noch in Abstiegsgefahr.  Zum Glück sprangen am Sonnabend Detlef, Martin und Andreas ein, so dass wir optimistisch gegen Gräfenhainichen antraten. Mindestens ein Mannschaftspunkt musste her! Da mich meine Partie stark in Anspruch nahm, kann ich die zeitliche Resultatsfolge nicht wiedergeben, also zunächst die Ergebnisse, nach Brettern geordnet:

Detlef am Spitzenbrett opferte die Qualität und hatte eine aussichtsreiche Stellung, fand aber nicht die stärkste Fortsetzung und musste mit remis zufrieden sein. „Fritz“ zeigte ihm nachträglich , wie man es macht! Leo stand sehr gut, verwechselte dann aber die Zugreihenfolge und verlor. Horst erreichte wieder sein geliebtes Endspiel. Diesmal mit einem Minusbauern, aber sein stark platzierter Läufer hielt sicher das Gleichgewicht, also remis. Helmar spielte wie immer scharf auf Angriff, kam aber nicht weiter und verlor die Partie. An den Brettern 6 und 7 zeigten Martin und Andreas starke Leistungen und gewannen sicher ihre Partien.  Martin trickste den Gegner mehrfach taktisch aus.

Andreas brachte eine sehr unkonventionelle, an taktischen Möglichkeiten reiche Stellung aufs Brett, die den  Gegner überforderten. Damit stand es zunächst 3:3. Uwe hatte inzwischen eine ziemlich klare Gewinnstellung erreicht, übersah dann aber etwas und es blieb beim remis. Bei mir war der Ausgang noch ungewiß. Mein Gegner bot ein zweischneidiges Figurenopfer an, und ich wollte es wissen. Es gelang, den Angriff abzuwehren und die Mehrfigur zu behalten, aber bei stark reduzierter Bauernzahl. Nachdem mein Gegner noch seine letzte Figur gegen meinen letzten Bauern hergab, musste ich vielen Zuschauern zeigen, wie man mit Läufer und Springer das Matt herbei führt. Na ja, ganz sicher war ich mir am Anfang nicht, aber es klappte prima! Damit war der Wettkampf mit 4,5 : 3,5 gewonnen, und wir konnten entspannt das letzte Spiel gegen Dessau angehen.

Spielten wir wirklich  mit dem „letzten Aufgebot“, wie wir Stammspieler glaubten? Wir gaben einen Punkt kampflos ab, und die Youngster Karl und Felix mussten ran. über den Ausgang des Kampfes machten wir uns keine Illusionen. Leo und Helmar spielten solide und erreichten remis. Horst, Uwe und ich verloren.
Aber dann die Überraschungen: Karl und Felix gewannen ihre Partien! Felix durch überlegenes Spiel, Karl nach wechselhaftem Verlauf. Da kann man doch optimistisch in die Zukunft schauen! Der Wettkampf gegen den Aufsteiger aus Dessau wurde also  3:5 verloren, dank Karl und Felix  ein respektables Ergebnis.

Das Minimalziel der Dritten, der Klassenerhalt, ist geschafft. Zu guter Letzt wurde der 5. Platz in der Landesliga erreicht, angesichts der personellen Probleme zufriedenstellend, auch wenn viele Spieler mit ihrem Einzelergebnis unzufrieden sind.

Für die kommende Spielsaison sollte die Konzeption der Mannschaftsaufstellungen überdacht werden. Die stetige Inanspruchnahme von „Ersatzspielern“ durch höhere Mannschaften erschwert die Arbeit der Mannschaftsleiter und beschädigt den Mannschaftsgeist der nachgeordneten Mannschaften!