Abschied von Dr. Günter Reinemann

GReinemann GesteckMehr als 150 Trauergäste waren am 10. August 2018 nach Halle gekommen, um sich anlässlich einer Trauerfeier von Dr. Günter Reinemann ein letztes Mal zu verabschieden. In den Trauerzug der Familie, vieler Freunde und beruflichen Wegbegleiter hatten sich mehr als 40 Schachfreunde eingereiht.

Als 2. Trauerredner würdigte der Präsident des Landesschachverbandes Sachsen-Anhalt, Andreas Domaske, in einer sehr persönlichen Trauerrede noch einmal bewegende Momente einer mehr als 30 Jahre andauernden Schachfreundschaft.

Günter war seit 2001 Mitglied im USV Halle. Auch dieser Teil seiner langjährigen Schachlaufbahn fand Beachtung:

"Nachdem die Schachabteilung SG 67 Halle-Neustadt sich aufgelöst hatte, wurde Günter im Jahr 2001 Mitglied im Universitätssportverein Halle. Er fand dort viele Vertraute, die er aus früherer schachlicher Zeit gut kannte. Schnell entwickelten sich enge freundschaftliche Beziehungen, in die auch seine Ehefrau Christine mit eingebunden war.

Jährlich Ende November formierte sich um Günter eine Gruppe von Schachsenioren, die samt Ehefrauen an der Senioreneinzelmeisterschaft in Binz teilnahmen. Hier wurde Spiel und Spaß im wahrsten Sinn des Wortes gelebt.

Auch den regelmäßigen Seniorentreff seiner engsten USV-Schachfreunde mochte er nicht missen. Einmal im Quartal wurden fröhliche Nachmittage bei Blitzschach und anregenden Gesprächen miteinander verbracht. Günter genoss diese gemeinsamen Zusammenkünfte.

So kommt es nicht von ungefähr, dass Günter seinen Wunsch zum Ausdruck brachte, dass diese Zusammenkünfte von Schachfreunden untereinander auch zukünftig fortgesetzt werden sollten.

Das langjährige Wirken von Günter als Mannschaftsleiter war von Treue und Fürsorge gegenüber seinen Mannschaftskameraden geprägt. Nicht selten ermöglichte er einigen seiner älteren Mannschaftskollegen ohne PC durch aktuelle Partien der Gegner im Briefkasten eine fundierte Partievorbereitung. Mannschaftsumstellungen in letzter Minute waren deshalb nicht in seinem Sinn!

Bis zuletzt war Günter ein sehr aktiver Schachspieler und unterstützte trotz fortschreitender Krankheit seine Mannschaft und die Arbeit der Sektion Schach des USV Halle. Er war stets ein Kämpfer und Teamplayer.

Seine Schachpartien spielte er mit großer Einsatzbereitschaft und dem Willen zum Sieg. Diese Eigenschaften prägten auch seinen Kampf gegen die tückische Krankheit. Für seine engen Schachfreunde war es bewundernswert, wie sich Günter seinem Schicksal stellte und sich trotz allem nie entmutigen ließ. Leider war diesmal der Gegner stärker und Günter musste seinen letzten Kampf verloren geben."

Bekanntlich hat Familie Reinemann gebeten, statt Blumenspenden zu Gunsten des USV Halle, Sektion Schach zu spenden. Diese Spende soll für das künftige Schachzentrum innerhalb des Inklusionssportzentrums des USV Halle verwendet werden. Dort wird es auch eine Traditionsecke geben, die das Gedenken an Günter einschließen wird.

TrauergemeindeDie anwesenden Schachfreunde beim Gemeinschaftsfoto

Foto: Norbert Hartge

 

 

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