USV Halle

Sektion Schach

Schmerzlich wie eine Niederlage…

... war am Ende unser Auftritt bei der SG Leipzig. Alle Chancen auf einen doppelten Punktgewinn und dann das…

Aber der Reihe nach:

Brett 5: FM Dr. Thomas Höpfl – FM Manfred Böhnisch 1-0

Besser kann die Vorbereitung gar nicht klappen. Nach 16 Zügen kann Schwarz das Matt nicht mehr vernünftig verhindern, Weiß hat mehr Bedenkzeit auf der Uhr als zu Beginn! Alle Züge hatte ich Thomas Puls am Donnerstag bei der gemeinsamen Vorbereitung gezeigt. Da ist mein armer Gegner aber voll reingelaufen. Hier die „Partie“:

 

{pgn}
[Event "2. Bundesliga Ost 2012/13"]
[Site "?"]
[Date "2012.11.25"]
[Round "1.5"]
[White "Hoepfl, Thomas"]
[Black "Boehnisch, Manfred"]
[Result "1-0"]
[ECO "B13"]
[WhiteElo "2324"]
[BlackElo "2254"]
[Annotator "Thomas Hoepfl"]
[PlyCount "31"]
[EventDate "2012.??.??"]
[WhiteTeam "USV Volksbank Halle"]
[BlackTeam "SG Leipzig"]

1. e4 c6 2. d4 d5 3. exd5 cxd5 4. c4 Nf6 5. Nc3 Nc6 6. Bg5 dxc4 7. Bxc4 Qxd4 8. Qxd4 Nxd4 9. O-O-O e5 10. f4 Bg4 11. Nf3 Nxf3 12. gxf3 Bxf3 13. fxe5 Bxh1 14. exf6 Bc6 $4 (14... h6 $14) 15. Nb5 $1 Rc8 (In einer Vorgaengerpartie schaffte Weiss es sogar, nach 15... gxf6 noch zu verlieren! 16. Nc7+ $2 (16. Bxf6 $18 gewinnt natuerlich.) 16... Ke7 17. Bd2 a5 18. Be3 b6 19. Bxb6 Bh6+ 20. Kc2 Be4+ 21. Kc3 f5 22. Bc5+ Kf6 23. Rd6+ Kg5 24. h4+ Kxh4 25. Rxh6+ Kg5 26. Rd6 Rac8 27. Rd7 h5 28. Rxf7 h4 29. Ne6+ Kg4 30. Rg7+ Kf3 31. Ng5+ Kf4 32. Nh3+ Kf3 33. Kd2 $4 Rhd8+ 34. Ke1 Rxc5 0-1 Huenerkopf,H (2230)-Schulze,H/Germany 1989/GER-chT2) 16. Nc7+ (16. Nc7+ Rxc7 17. fxg7 Bxg7 18. Rd8#) 1-0

{end-pgn}

 

 

Brett 7: FM Jens Reipsch – FM Manfred Schöneberg ½ - ½

Gleich nach der Eröffnung eins schnelles Remis. Zu diesem Zeitpunkt völlig ok, wir stehen klar besser!

Brett 3: IM Miroslav Schwarz – FM Thomas Schubert 1-0

In einem slawischen Damengambit zeigt Miroslav eine ganz saubere Leistung. Die Passivität der schwarzen Stellung führt zunächst zu einem vereinzelten Bauern, der souverän aus der Stellung geschraubt wird. Danach bricht alles zusammen.

Brett 2: FM Wilfrid Wernert – FM Tamas Fodor ½ - ½

Tamas kommt mit Schwarz in einem Franzosen gut aus der Eröffnung, aber der Vorteil ist laut Computer nie so groß, wie es optisch aussieht. Weiß verteidigt gut und die Partie endet in einem Turmendspiel, in dem nie wirklich was geht.

Brett 8: Andreas Schultz – Thomas Puls 1-0

Thomas kommt gar nicht schlecht aus der (Stonewall-) Eröffnung, verpasst aber wohl den einfachsten Plan zum Ausgleich (Turmtausch und nix tun, statt vermeintlicher Aktivität mit g5). Danach leidet die Stellung am schlechten Läufer. Auf Dauer verliert das wahrscheinlich jeder.

Brett 4: FM Ludwig Zesch – FM Michael Becker 1-0

Ein schwarzer Tag für Micha! Schon in der Eröffnung geht eine Figur für zwei Bauern verloren. Der weitere Widerstand bringt am Ende leider nichts Zählbares.

Brett 1: GM Alexander Graf – FM Roland Voigt ½ - ½

Au wei au wei! Im damenlosen Mittelspiel überspielt Alexander Zug für Zug seinen Gegner. So ab dem 40. Zug lässt er aber einige einfachere Gewinnmöglichkeiten aus, bleibt aber immer Herr der Lage. Nach dem 51. Zug zeigt mein Computer +3,88! Aber Alexander macht den zweiten Zug vor dem ersten und vergibt dann auch noch die letzte Möglichkeit. Statt ein Endspiel Turm + Läufer gegen Turm zu erreichen wird’s leider gleich remis. Schade, schade…

Brett 6: FM Stephan Rausch – GM Burkhard Malich ½ - ½

Auch hier das gleiche Bild wie an Brett 1. Burkhard übernimmt ausgangs der von Weiß sehr anspruchslos gespielten Eröffnung das Kommando und spielt bis zum 40. Zug fehlerlos. Zwischenzeitlich stehen alle weißen Figuren auf der ersten Reihe! dsc03662 1

Dann folgt b4, statt mit Bauer schlägt d4 zu gewinnen. Leider entsteht ein Endspiel, in dem der schwarze Mehrbauer wohl nicht mehr zu verwerten ist.

Am Ende steht ein 4:4, das ärgerlicher als so manche Niederlage ist. Die gegnerische Sicht auf das Drama hier.