USV Halle

Sektion Schach

USV I: Obst und beide Punkte für die Coswiger

Die Betonung liegt auf UND. Beim Betrachten des nackten Ergebnisses von 6-2 könnte man vermuten, dass wir vielleicht nur mit einem Auto dorthin gefahren sind. Es verhielt sich jedoch völlig anders. Die wackeren Coswiger fanden kein behindertengerechtes Spiellokal und machten sich daher um 7.30 Uhr auf den Weg nach Halle. Ein äußerst sportliche Geste. Coswig verbindet man immer mit Abstiegskampf. Mit der II. bin ich dort mal abgestiegen. Damals als sich der Strick schon enger gezogen hatte, gab es für 7 Leute am Sonntag nochmal richtig Prügel. Vor 3 Jahren nahmen wir ihnen dann den Unabsteigbarkeitsstatus (Halle 4 MP vs. Löberitz und Sangerhausen, Coswig 3 BP vs. 2x Magdeburg). Danach waren beiden Spitzenbretter weg. Coswig ist aber wieder da! Heute wollten Sie Punkte und den Klassenerhalt auf der vorletzten Saisonetappe klar machen. Wir boten das Siegerteam aus dem Hoywoy-Heimspiel auf. Mannschaften auf Augenhöhe würde ich sagen. Fangen wir mal am 1. Brett an. Pulsi weckte Hoffnungen auf einen Sieg. Gegen einen König auf f7 wollte er vielleicht zu schnell alles. Am Ende einer Variante war eine Figur weg. Schachdrohungen der Dame auf a5 und e7!? Also wenn das geplant war Chapeau. Es ging aber noch eine ganze Weile. In Erwartung des sicheren Sieges steuerten die Coswiger, wie in den guten alten Zeiten, die Remishäfen an. Tom nahm an. Er hatte einen Zug übersehen und es sah schon ziemlich schlecht aus. Gedeon schickten wir auch ins Remis. Selber Gegner wie letztes Jahr, halber Punkt mehr. Jens gab sein Endspiel irgendwann auch Remis. Geschuldet einer Generalvorbereitung gegen Gedeon und ihn stand er phasenweise kritisch. Der generische ML spielte aber nicht zu hundert Prozent genau und lies ihn noch ein bisschen fummeln. 1,5-2,5. Jürgen ging angesichts des Spielstandes in den Infight mit einem Coswiger. Er erarbeitete sich den gefährlicheren Freibauern, der Coswiger verblieb mit der beweglicheren Leichtfigur und dem schnelleren König. Man verhakte sich ineinander und schaukelte zum Remis. 2-3. Jetzt war der Kampf verloren. Stefan hatte a6 gegen Katalanisch eingeschoben und a4 provoziert. Wo heute ohnehin die halbe Welt Sa3 spielt, begünstigt dies nur Weiß. Die Partie war irgendwann positionell nicht mehr zu retten. Micha hatte ausgangs des Mittelspiels angenehmen Druck auf seinen jungen Gegner. Ob es zum Sieg reichen würde, blieb fraglich. Im Endspiel wurde mitten auf dem Brett eine Figur eingesperrt und die Partie war auf den Kopf gestellt. Nun kämpfte noch Felix. Er spielt eine tolle Auftaktsaison. Mit Schwarz wollte er eine Mehrqualität zum Sieg führen, fand aber an entscheidender Stelle nicht die beste Fortsetzung. Nun gaben der durchaus mobilisierbare weiße e6 und die geschwächte Königsstellung den Ausschlag. Es gingen Material (D-L vs. T-T) und die Koordination verloren. Damit war auch diese Partie weg. 2-6. Es war keine Beerdigung, aber heute lief auch nichts für uns. Klassenerhalt mit einer Nullrunde. Trotz allem, die Mannschaft macht Spaß. Eine tolle Truppe. Die letzte Etappe wird eine schwere Doppelrunde gegen Leipzig sein, für die wir verantwortlich sind. Letzte Saison hieraus null Punkte. Wenn man beim USV spielt, ist es nicht der Anspruch alles zu verlieren. Also werden nochmal Kräfte mobilisieren und großer Kampfgeist gefragt sein.
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