USV Halle

Sektion Schach

USV I - ein später Bericht

Der Bericht der sechsten und siebten Runde erfolgt diesmal zugegebenermaßen sehr spät. Es ist aktuell viel los...

In Runde 6 spielten wir gegen den Tabellenzweiten Nickelhütte Aue II. Bei uns fehlte nur Pulsi, ansonsten waren alle an Bord. Es mag vielleicht unspannend klingen für den neutralen Verfolger dieser Berichtsreihe, aber auch dieses Mal endeten einige Spiele nach unter 20 Zügen friedlich. Micha wickelte ziemlich früh in eine Maroczystruktur ab: leider machte er im Turmendspiel einen schwerwiegenden Fehler und musste im Bauernendspiel mit Wenigerbauer aufgeben.

 

An Brett 1 dagegen entstand aus einem Sizilianer eine sehr unübersichtliche interessante Stellung, auch hier leider mit schlechterem Ende für uns.

Stefan an Brett 8 hatte bis dahin glücklicherweise seine ursprünglich unangenehme Position umdrehen können und verkürzte für uns auf 2:3. Da meine Stellung ausgeglichen war und Aaron und Gedeon auf Gewinn standen hatte ich Hoffnung, den ersten Sieg seit November einfahren zu können. Vielleicht hätte ich auch keine Zeitnot gehabt, wenn ich mich weniger auf die anderen Bretter konzentriert hätte. So aber verlor ich meine Stellung mit drei schlechten Zügen in Folge. Nachdem immerhin Aaron sein Turmendspiel mit Mehrbauern veredeln konnte, lag unsere Hoffnung auf ein 4:4-Unentschieden in Gedeons Händen. Der erwischte aber leider ein unglückliches Wochenende und konnte trotz zwischenzeitlicher Gewinnstellung nicht gewinnen. Damit stand ein sicherlich etwas unglückliches 3.5:4.5 fest.

Sonntag mussten wir leider auf Jens verzichten. Mit Pulsi hatten wir aber einen adäquaten Ersatz am Start gegen den Gastgeber und Aufsteiger VfB Leipzig. Tom einigte sich am Spitzenbrett früh auf remis. Nach diesem durchaus eingeplanten halben Punkt war auch bei Pulsi früh Schluss. Unsere hintere Achse brach scheinbar komplett weg. Stefan musste früh eine Qualität opfern, Aaron übersah eine Kombination und hatte dann kein Gegenspiel für verlorenes Material. Während Aaron dann später aufgeben musste, zeigte Stefan wie am Vortag Nehmerqualitäten und konnte diese verlorene Stellung noch komplett drehen und einen vollen Punkt einfahren. Jürgen stand zwar immer etwas unangenehm, konnte aber seine Stellung zusammenhalten und nahm spät das Remisangebot seines Gegners an. Ich wollte meine bescheidene Saisonstatistik in diesem Spiel etwas aufhübschen und spielte auf Sieg. Nicht umsonst soll man gemäß der russischen Schachschule nach einigen verloren Spielen wieder ein Remis einstreuen: der Plan ging nach hinten los und ich fand mich in einem verloren Endspiel wieder.

Gedeon hatte eine verrückte Partie: er hatte ein Gambit spielen wollen und hatte aber stattdessen einen Bauern mehr nach der Eröffnung: am Ende gab Gedeon Dauerschach, aber laut eigener Aussage war im Spiel viel mehr drin. So blieb er am Wochenende ungeschlagen, verpasste aber einen oder zwei Siege.

Micha musste beim Stand von 3:4 auf Sieg spielen, damit das Wochende nicht total verkorkst endete. Er hatte eigentlich keinen großen Vorteil, einzig ein schwarzer Doppelbauer machte dem VfB-Anhang Sorge. Glücklicherweise reichte diese Schwäche zum weißen Sieg und damit zum 4:4.

Fazit: Am Samstag gegen Aue war definitiv mehr drin. Sonntag waren wir dagegen nicht gut und mit dem 4:4 sehr gut bedient. Wir sollten lieber noch den einen oder anderen Punkt holen, denn im Keller geht es sehr eng zu.

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