USV Halle

Sektion Schach

USV III: 4:4 und "Tumult" in Dessau

Die Meldung ist natürlich etwas reißerisch. Dennoch bestand zum Spielschluss eine für Schachspieler ungewöhnliche Aufregung. Aber immer der Reihe nach.
Die Aufstellung war erneut sportlich. Leider mussten wir  ein Brett kampflos abgeben und lagen damit zu Beginn gleich hinten. Im Gegenzug sammelte Peter früh eine Figur ein. Sein Gegner bezeichnete es als verspätetes Weihnachtsgeschenk. Also 1:1. Nachdem Detlef erfreulicherweise gewann, einigte sich Günter in unübersichtlicher Stellung auf Remis. Rainer setzte seine Serie leider nicht fort. Er verlor. Ich konnte mit einer kleinen Taktik gewinnen und Klaus einigte sich ebenfalls auf Remis. Bis dahin verlief der Spieltag ruhig. Es stand für uns 4:3.
Einen Mannschaftspunkt hatten wir sicher und Uwe hätte daraus zwei machen können. Mit einer Leichtfigur mehr stand er auch auf Gewinn. Was dann passierte kann hinterher keiner erklären; aber als Spieler kann das jeder verstehen. Nervenflattern, Vorfreude, Suchen nach dem schönsten Zug. Irgendetwas in dieser Gemengelage passierte. Uwe hatte jedenfalls ein dreizügiges Matt auf dem Brett und dann ließ er nach dem 39. Zug die Uhr ablaufen. Vom Schiedsrichter darauf hingewiesen, ergab sich sein Irrtum. Er war der Ansicht, dass er schon im 40. Zug die Zeitzugabe erhält und nicht erst nach 40 getätigten Zügen. Manchmal lernen auch alte Hasen dazu. Nur schade, dass es diesmal so schmerzhaft sein musste.