USV Halle

Sektion Schach

USV IV - Es hat nicht sollen sein. Schach ist manchmal ungerecht.

Zum Saisonauftakt der Bezirksoberliga trat der USV IV am 23.09.2018 auswärts gegen den Klostermansfelder SC an. Die Zeichen auf einen Punkt standen eigentlich ganz gut. Die Jungs waren am Sonntagmorgen guter Stimmung. Doch erst hatten wir kein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu.
Kein Glück mit der Auslosung hatte der jüngste im Team. Wenzel Natebus musste gegen den 680 DWZ-Punkte stärkeren Ricardo Würzberg antreten. Die rechnerische Gewinnerwartung lag bei 0,01. Wenzel kämpfte trotzdem tapfer. Bei Mehrmaterial von 4 Freibauern und 1 Springer lies sich Ricardo allerdings nicht mehr die Wurst vom Teller ziehen und Wenzel musste sich geschlagen geben.
Besser lief es für Jürgen Gutsche gegen Paul Stedtler (GW 0,65). Jürgen wollte eigentlich nur einen Bauern einsammeln und die Partie wäre weiter gegangen. Doch Paul gab gleich die Dame und in der Folge auch die Partie.
Peter Swoboda stellte gegen Andreas Ripka (GW 0,81) seine Dame zu und kam in Bedrängnis. Zur Sicherheit bot er Remis, was sein Gegner dann auch annahm.
Levan Chotorlishvili trat gegen Dietmar Gündel an (GW 0,32). Beide Seiten schoben die Stellung zusammen bis nichts mehr ging. Also Remis.
Die Partie des Tages gelang Gert Kleint gegen Steffen Simm (GW 0,57). Gert behielt im Angriff die Nerven und setzte mit zwei Türmen Matt.
Marco Ruhs opferte gegen David Eckert (GW 0,52) einen Bauern und hoffte auf Angriff. Leider wurde daraus nichts und das lange  Endspiel (56 Züge) war verloren.
Noch schlechter lief es für Klaus Renziehausen gegen Wolfgang Strauß (GW 0,51). Klaus stand einen Zug vor dem Matt und kam nicht mehr dazu. Der Gegner hatte die gleichen Ambitionen. Ein kleines Tempo mehr und Klaus / der USV IV hätte geführt. So kam es zum Zwischenstand 3,0 zu 3,5 für Klostermannsfeld.
Über den Mannschaftpunkt wurde damit in der letzten Partie entschieden. Hier hatte Valentin Petrick gegen Gerhard Arnold (GW 0,39) die allerbesten Aussichten auf einen vollen Punkt. Er hatte ein Remis im Endspiel mit Läufer und zwei Bauern gegen einen Springer schon sicher. Eigentlich ist dies auch ein ganzer Punkt. Doch dann musste er lernen, dass es erst vorbei ist, wenn es vorbei ist. Es roch nach Pattmotiv, da ein (Rand-)Bauer vom König gestoppt wurde, wo der Läufer nicht die Grundreihe bestrich. Profis werden da vorsichtig. Valentin kannte das Motiv. Trotzdem übersah er eine Springergabel. Gerhard opferte altruistisch seinen Springer um mit dem König bis in alle Ewigkeit in der Ecke zu tanzen. Damit je ein halber Punkt für Valentin und Gerhard und im Endergebnis 3,5 Brettpunkte für den USV IV und 4,5 Brettpunkte für Klostermannsfeld.
Am 21.10.2018 gibt es ein Heimspiel gegen Merseburg. Dann greifen wir wieder an.
 
Eine kleine taktische Übung:
 
In der Partie Gert Kleint - Steffen Simm gewann Gert nach 10 Zügen einen Bauern. Wer erkennt die Lösung (Weiß am Zug)?
 
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