USV Halle

Sektion Schach

USV I holt zweiten Saisonsieg

Die erste Mannschaft hatte am Wochenende eine Heimdoppelrunde. Durch tatkräftige Unterstützung von Jürgen Gutsche konnten wir den Gegnern aus Leipzig und Löberitz  perfekte Spielbedingungen in der katholischen Grundschule im Süden Halles präsentieren. Dafür möchten wir uns hier noch einmal bedanken.

Das Ziel fürs Wochenende war klar: nach einer enttäuschenden Doppelrunde in Magdeburg wollten wir zuhause den Abstand auf die Abstiegsplätze wieder vergrößern. Leider fehlte uns mit Tom ein bis dahin zuverlässiger Punktelieferant. Trotzdem war die Mannschaft am Samstag motiviert, hatte man doch gegen Leipzig II im letzten Jahr eine unerwartete 2:6 Klatsche bekommen.

 

Jürgen war nach einem Augenblinzeln fertig, den halben Punkt mit schwarz nahmen wir gerne mit. Stefan und ich spielten zwar bedeutend länger, allerdings war auch in unseren Partien keinerlei berichtenswerte Stellungen entstanden. Gedeon dagegen machte es spannend. Gegen unseren ehemaligen Coach stand er lange nur etwas schlechter, bis ein freiwilliges Damenopfer ihn vermeintlich auf die Verliererstraße brachte. Allerdings behandelte weiß die gewonnene Stellung schlecht und Gedeon erhielt plötzlich wieder Chancen, die er für sich nutzen konnte. Wenig später gab weiß auf - ein Verlauf, welcher für das spätere Endergebnis entscheidende Bedeutung haben sollte.

Thomas spielte am letzten Brett eine sehr gute Eröffnung - beim entstehenden taktischen Schlagabtausch wählte er aber eine passive Variante, welche in einem schweren Endspiel aus Thomas Sicht endete. Somit war es für mich wenig überraschend, als bei meinem nächsten Gang durch den Spielsaal Thomas bereits verloren hatte.

Micha konnte dagegen seine sehr gute Oberligasaison am Spitzenbrett fortsetzen. Zwei schöne Bauernopfer im Endspiel brachten ihn zum vollen Punkt. Damit führten wir 3.5:2.5. Fast gleichzeitig beendete auch Jens seine Partie. Er selbst wusste, dass er im Leben wohl schon besseres Schach gespielt hat. In einem ungewöhnichem Nimzoinder stand er super passiv - es spricht allerdings für Jens, dass er den Kasten irgendwie zusammenhielt und am Ende ganz souverän einen halben Punkt beisteuern konnte. Somit war der Sieg fast schon in trockenen Tüchern, denn Pulsi stand ziemlich klar auf Gewinn. Beim Stand von 4:3 kommt allerdings manchmal ein Hauch Nervosität dazu, weswegen er wohl die klare Gewinnvariante ausließ. Auch die von ihm bevorzugte Variante hätte ihm eine vermutlich gewinnbringende Mehrfigur bringen können - Pulsi spielte stattdessen eine Variante, die meinen Herzschlag stark beschleunigte, glücklicherweise aber immer noch zum remis führte. Damit stand der wichtige Sieg fest, auch wenn dieser sicherlich etwas glücklich war.

Sonntag spielten wir gegen die SG 1871. Unser Exreisepartner besiegte am Vorabend unseren aktuellen Reisepartner mit 5:3. Mit voller Kapelle sollte nun die Revanche für die Niederlage im Vorjahr erfolgen. Wir konnten leider immer noch nicht auf Tom zurück greifen und mussten im Vergleich zum Vortag auch noch Pulsi und Jürgen ersetzen. Dafür gaben Maksym und Martin in dieser Saison ihr Debüt.

Wenig überraschend gab es diesmal kein schnelles Remis, auch wenn Jens es gegen Nico nach 6 Zügen probierte. An Brett 5 gab es nach 1.5 h schon die erste Entscheidung: Norman griff einmal mehr auf seine großen Theoriekenntnisse zurück und zerstörte Stefans Caro-Kann. Maksym allerdings konnte zügig mit schwarz ausgleichen. Ähnlich wie beim Fahrrad fahren gilt beim Drachen anscheinend: wer es einmal kann, verlernt es nicht mehr. Eine Viertelstunde Spielzeit hätte er sich sparen können, aber er übersah zwischenzeitlich leider ein Matt in eins :).

Ich beendete meine Partie als nächstes. In ausgeglichener Stellung beendete ich die Partie mit einem Turmopfer, welches zwingend zum Dauerschach führte. Die Chancen auf einen Mannschaftspunkt standen zu diesem Zeitpunkt sehr gut.

Leider hatte Gedeon nicht mehr das Glück vom Vortag auf seiner Seite und musste gegen einen alten Bekannten nach einer ungewöhnlichen Eröffnung aufgeben. Durch ein Remis von Micha gegen Robert am Spitzenbrett brauchten wir aus den letzten drei Spielen damit mindestens zwei Punkte.

Schritt eins zum Unentschieden erledigte Martin Huth. Gegen Christian spielte er in der Eröffnung zwar etwas ungewönlich - allerdings hatte er letzendlich zwei Mehrbauern im Endspiel, welche die Partie entscheideten.

Jens hatte in einem Turm-Läufer-Endspiel eine gute Position erreicht, welche nach Einschätzung von Sebi zu gewinnen war. Jens schaffte aber "nur" remis. Damit war der Löberitzer Sieg klar, denn Thomas stand mittlerweile klar auf Verlust. Fridolin verwertete die Stellung sicher, Löberitz holte sich die zwei MP und springt damit auf Platz zwei, welcher vermutlich zum Aufstieg reichen wird.

Insgesámt errreichten wir am Wochenende unser Ziel. Der Sieg am Samstag war sehr wichtig und glücklich. Am Sonntag lieferten wir einen großen Kampf und verloren nur sehr knapp. Allerdings war ein Punkt in diesem wichtigen Spiel so leicht möglich, dass mich das Ergebnis doch ziemlich ärgert.

Vier Spiele sind noch zu gehen. In Sangerhausen geht es weiter. Dann gegen direkte Konkurrenten der SG 1871. Hoffentlich können wir es dann auch so knapp gestalten.

Bis dahin

Felix

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